Freitag, 24. April 2015

Vietnam


Vietnam -
Auferstanden aus Ruinen.
Trotz der vielen Kriege und Opfer in der Vergangenheit ist Vietnam ein modernes und aufstrebendes Land, voller landschaftlicher Schönheit und einer starken und stolzen Kultur.
 Es ist unglaublich wie fleißig, freundlich und geschäftsorientiert die Vietnamesen sind.  


Unsere Reise begann im Süden von Vietnam, in Ho-Chi-Minh-City.
Überall wird gebaut und modernisiert.



Die Post


Fred muss bei den Asiaten einfach mit aufs Foto ;)




Elisa - Was für ein Schiff :)







Die Oper





Auch die Älteren sind von den Sportgeräten im Park gegeistert :)



Im "Backpacker-Viertel" findet man immer gute und preiswerte Hotels, sehr gute Restaurants -



und viele Bars am Abend :)



Nach den ersten Tagen in der Stadt entschieden wir uns ins Mekong Delta zu fahren.
Unsere Tour ging 3 Tage und hat sich bis auf den letzten Dollar gelohnt :)


Nach einer kurzen Pause in einer Tempelanlage -






ging es zu einer kleinen Firma, die Kokusnuss Süßigkeiten herstellt.
Wir wurden gleich von ihrem Haustier begrüßt ;)



Unser Tourguide Jen hat trotz gebrochenem Arms, eine tolle und interessante Tour gemacht.


Erst wird die Kokosnuss geraspelt,


dann erhitzt und unter ständigem Rühren


in lange Streifen gegossen.


Wenn es abgekühlt ist, wird es in Würfel geschnitten - und fertig ist das Kokosnuss Bon Bon :)


:)


Zum Abschied wurde Volksmusik mit traditionellen Instrumenten gespielt und gesungen.


Freds Hot Dog ;)


Am nächsten Tag ging es nach Can Tho, zu dem Floating Market. 
Jeden Morgen treffen sich viele Händler mit großen Booten voller Obst und Gemüse, und verkaufen ihre Ware an kleinere Händler.


Jedes Boot hat eine lange Stange, an dem die angebotenen Waren gezeigt werden.



Wer möchte Kartoffeln?


Einen Kaffee für zwischendurch?


100kg Melonen bitte ;)

Diese Mangos waren super lecker :)







Die meisten Händler wohnen auch auf ihren Booten.













Nachdem wir frische Mangos, Ananas und Kaffee gekostet hatten, ging es weiter zu einer kleinen Reisnudelfabrik.


Der Reis wird gemahlen, mit Wasser gemischt und auf heißen Platten zu "Fladen" gebraten.



Danach wird alles getrocknet und durch eine Schneidemaschine in Nudeln geschnitten.



Wer keine Lust mehr auf Reisnudeln hatte, konnte auch Frosch, Ratte, Schlange oder Mekong Fisch in einer Obstplantage probieren.



Verrückt - hier wachsen die Mangos sogar in den Stromleitungen :)


Jackfruit


Seerosen hatten schon immer eine große Bedeutung für die Vietnamesen.
Diese Pflanze filtert schmutziges Wasser. Im Krieg wurde sie (neben Kokosnüssen) als Wasser- und Nahrungsquelle genutzt, da die Amerikaner vieles vergiftet hatten.

Auch als Schnorchel wurde sie im Krieg genutzt, um an den Feinden am Fluß vorbei zu tauchen.



Nach einem schönen Abschluß in einem Naturreservat für Vögel ging es
nach Chau Doc.






Viele, die sich kein Land leisten können, leben auf dem Wasser. 
Wenn es ihnen besser geht haben sie eine kleine Fischfarmen.





Fisch ist ein wichtiger Bestandteil der vietnamesischen Küche.
Fast in jedem Gericht findet man Fischsauce.



Mekong Fisch


Die Törtchen sahen echt lecker aus :)


Auf der Rückfahrt nach Ho Chi Minh City haben wir kurz in einer kleinen Fabrik angehalten, die wunderschöne Bilder, Fliesen und Vasen herstellt.


Diese Handarbeit und Gedult ist unglaublich.





Leider für uns viel zu teuer - würde auch nicht in den Rucksack passen ;)



Wieder in der Stadt angekommen, fuhren wir den nächsten Tag zu den 70km entfernten Cu Chi Tunneln der Vietcong.


Wahnsinn was 1948 die damaligen Vietnamesen in dieser Region für Tunnelsysteme gegraben haben. 


Ein paar Touristen aus unserer Gruppe sind in die Öffnungen der Tunnelanlagen geklettert.

Von 1960 bis 1975 haben sich Vietnamesen in der Kriegszeit hier versteckt und gegen die Amerikaner gekämpft.


Die Tunnelanlage besaß 3 Etagen, die oberste 3-4m, die zweite 6m und die unterste 8-10m tief.
Es gab viele Räume, die als Wohnzimmer, Küche, Unterschlupf, Krankenhaus oder Werkstatt genutzt wurden.


Die Amerikaner schafften es nicht die Tunnelanlagen und die Vietnamesen zu vernichten. 
Flutungen, Bombardierungen oder Vergasungen, alles scheiterte.


Im ganzen Gebiet wurden viele Fallen gegen die Amerikaner gebaut.


Eines der vielen getarnten Luftlöcher der Tunnelanlage.


Alles was spitz war wurde als Waffe in Fallgruben genutzt.



Kaminlöcher von den unterirdischen Küchen.


Viele, nicht explodierte Bomben wurden gesammelt, geöffnet, repariert und gegen die Amerikaner wieder genutzt.




Irgentwie ironisch -


Für ein paar Dong kann man Monition für eine M16 kaufen - und los gehts.


Man hat's mal probiert ;)


Die Zielscheibe war dann doch zu klein - die Sandgrube haben wir aber getroffen ;)


Ein Tunnel wurde für die Touristen extra vergrößert um hindurch kriechen zu können.



Die Tunnel sind auf jeden Fall sehenswert und es ist sehr interessant, aber zur Hauptsaison kann es richtig voll werden mit bis zu 1000 Touristen pro Tag.


Wieder zurück in der Stadt sind wir in das Kriegsmuseum gegangen.


Neben vielen Panzern, Hubschraubern und Waffen gab es viele Fotos zu sehen.


Eins war schrecklicher als das Andere.


Deshalb zeigen wir euch "nur" das bekannteste Bild des Vietnam Krieges.



Auch noch heute leidet die Bevölkerung unter dem damaligen Einsatz von Agent Orange.
Dies ist ein chemisches Entlaubungsmittel und wurde großflächig zum Entlauben von Wäldern und zum Zerstören von Nutzpflanzen eingesetzt. Es ist der giftigste Vertreter der Dioxine und verursacht auch viele Jahre später, angeborenen Fehlbildungen, Imunschwächen und Krebserkrankungen.



Noch am gleichen Abend ging es weiter mit dem Zug nach Da Nang - Richtung Hoi An.


Die Zugfahrt war super und wir haben gut in unserer 6 Bett Kabine geschlafen.



 In Da Nang angekommen nahmen wir uns ein Taxi und machten eine kurze Pause bei den Marmorbergen Ngu Hanh Son.




Der höchste Berg Thuy Son ist fast 100m hoch und in seinem Inneren gibt es viel Höhlen, sowie die 
Huyen Khong Grotte mit einer großen Buddha Statue. 


Hoi An ist eine wunderschöne Küstenstadt und war einst Südostasiens größter Hafen der Seidenstraße. Leider versandete der Hafen über die Jahre und die Stadt verlor immer mehr an Bedeutung.

Durch diesen Niedergang hat die Stadt den Erhalt des historischen Stadtviertels zu verdanken. Die Altstadt gilt als Einzige, die im Vietnamkrieg unzerstört blieb und 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.


Die japanische Brücke Chua Cau verband das chinesische Stadtviertel mit dem japanischen Stadtviertel.



Abends findet man überall in den engen Gassen kleine Garküchen mit vielen interessanten Gerichten.


Es gibt auch kurze Theaterstücke - 
Leider haben wir nicht herausbekommen um was es geht ;)










:)




Mit dem Fahrrad läßt sich die Satdt super erkunden.



Überall findet man kleine Restaurants, Souvenir Shops oder Schneiderein.


;)



Nur ein paar Minuten vom Stadtzentrum entfernt gibt es einen schönen Strand.



Nach ein paar Tagen in Hoi An ging es weiter Richtung Dong Hoi.
Zum Glück hatten wir einen 3 Stunden Aufenthalt in der alten Kaiserstadt Hue und konnten uns die Zitadelle und die verbotene purpurne Stadt anschauen.



Ihr Aufbau folgt dem Vorbild der verbotenen Stadt in Peking und wurde im Jahr 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Geschützt wird sie durch einen ringsrum verlaufenden 4 Meter tiefen Wassergraben.







Leider wurde im Vietnamkrieg diese Stadt rücksichtslos bombardiert und fast vollständig zerstört.


Stück für Stück wird diese Anlage wieder aufgebaut und rekonstruiert.












Mit dem Bus ging es weiter nach Dong Hoi, 
die nur 50km vom Phong Nha-Ke Bang Nationalpark entfernt ist.



Seit 2003 zählt dieser Nationalpark zum UNESCO Weltnaturerbe, da er die ältesten Karstberge Asiens und ein riesiges, teilweise noch unentdecktes Höhlensytem besitzt.





Wir haben uns einen Roller gemietet und sind auf eigene Faust los :)










Seit 2011 ist die 31km lange Paradise Cave der Öffentlichkeit zugänglich und man kann ca. 1km auf einem Holzsteg die Höhle erkunden.



Diese Höhle ist sehr beeindruckend und unglaublich groß :)











Es gibt noch viele weitere Höhlen, die man besichtigen kann, aber die Paradise Cave ist mit Abstand die Schönste von allen.



Fußball im Reisfeld :)






Nach über 150km auf dem Roller haben wir uns in einem gemütlichen Restaurant Kaffee und Eierkuchen gegönnt :)


Dong Hoi hat auch einen schönen Strand, der bei Sonne bestimmt noch besser ist ;)



Wieder ging es mit dem Bus weiter - Richtung Halong Bucht.


Dieses 1500km² große Gebiet im Nordosten Vietnams ist seit 1994 ein UNESCO Weltnaturerbe und unglaublich schön.


Über 1960 Kalkfelsen ragen unterschiedlich aus dem Wasser.



Wir blieben auf der Cat Ba Insel und haben von hier aus eine Tour in die Halong Bucht gemacht.




Hier findet man eines der schwimmenden und ältesten Fischerdörfer Vietnams.









Hier haben wie auch Danichiya und Leon aus Dänemark kennengelernt.


Das Kajaken in den kleineren Buchten hat riesig Spaß gemacht :)







:)



Viele Touristen bleiben für 2 oder 3 Tage auf den Schiffen und erkunden die Bucht.



Fred am Strand - Den gibt es aber nur bei Ebbe ;)





Nachdem wir wieder unsere Sachen gepackt hatten ging es mit Boot und Bus Richtung Hanoi, der Hauptstadt Vietnams.



Im alten Stadtviertel gibt es viele kleine Cafes, Geschäfte und tausende Mopeds :)





Schon verrückt was man hier so alles findet ;)


hmmm - Sonnenschirm oder doch lieber eine Wasserpfeife





Nach zwei Tagen hatten wir genug von all dem Trubel in Hanoi und sind in die Berge im Norden Vietnams gefahren.


Sapa ist eine kleine Stadt, die früher als Luftkurort von Franzosen genutzt wurde und für die wunderschönen Reisterassen und vielen ethnischen Minderheiten bekannt ist.





Die Frauen und Kinder vom Stamm der Mhong und Dao sind allgegenwärtig in der Stadt und verkaufen kleine Taschen und Schmuckstücke.

Wir sind wieder mit dem Roller unterwegs gewesen und haben viele schöne Plätze in dieser Bergregion gefunden.








Von November bis März werden die Reisterassen mit Wasser geflutet, danach mit den Wasserbüffeln gepflügt und im April und Mai mit Reis bepflanzt.


















Wenn ein Haus gebaut wird packen alle mit an.



:)










Sapa



Es gibt auch einen kleinen Park auf dem Gipfel in Sapa.



Nachbars Bettwäsche ;)




Eine kleine Höhle in der man halb durchkriechen mußte.



Wir haben 85Cent bezahlt, damit wir Licht in der Höhle hatten :)










Jeden Sonntag gibt es in Bac Ha einen Markt mit viele ethnische Gruppen, die Stoffe, Wasserbüffel, Hühner, Obst, Gemüse oder Landwirtschaftsgeräte kaufen oder verkaufen.

























Für ein paar Dong durften wir in ein einfaches Haus einer ethnischen Minderheit schaun.




Die Küche


Das Wohnzimmer


Das Schlafzimmer

Viele Kinder kommen und möchten Süßigkeiten.



Nach einem langen Tag gab es in Lao Cai einen Tofupudding :)


:)



Verrückt - Auf der anderen Seite des Flusses ist China.



Dieses Land hat uns sehr gut gefallen und beeindruckt.

Nun geht es weiter Richtung Philippinen und wir sind schon ganz gespannt welche Insel wir als erstes erkunden :)

Viele liebe Grüße in die Heimat
Denise & Frederic